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"Machen statt Schaffen"

  • 12. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 13. Jan.


„Das kann ich nicht.“

„Das schaffe ich nie.“


Diese Sätze, die ich regelmäßig bei meiner Arbeit höre, klingen endgültig.

Als würden jemand beschreiben, das feststeht, wie und wer er ist.

Als wäre bereits entschieden, was möglich ist – und was nicht.


In meiner Erfahrung beschreiben diese Sätze selten die Wahrheit.

Sie beschreiben einen inneren Zustand.

Unsicherheit. Überforderung. Eine Haltung, nicht ins handeln kommen zu müssen.


Das Problem ist nicht der Zweifel.

Das Problem ist, dass alles vom Schaffen abhängig gemacht wird.


Doch solange das Ergebnis entscheidet, ob etwas begonnen wird, bleibt man stehen.

Denn niemand weiß am Anfang, ob etwas gelingt.


Veränderung beginnt dort, wo das „Schaffen“ keine Rolle mehr spielt.

Wo nicht gefragt wird: Werde ich das erreichen?

Sondern: Bin ich bereit, es zu versuchen?


"Machen" ist etwas anderes als ein direktes Ergebnis.

"Machen" heißt nicht, dass etwas sofort funktioniert.

Es heißt nicht, dass es sich gut anfühlt.

Und es heißt nicht, dass man weiß, wohin es führt.


"Machen" heißt: anfangen, obwohl man unsicher ist.

Weitermachen, obwohl man verwirrt ist.

Dranbleiben, obwohl der Erfolg ausbleibt.


So wie ich diesen Text weiterschreibe, obwohl ich nicht sicher bin,

ob er „gut“ ist oder trägt.

Indem ich schreibe, übe ich Schreiben.

Nicht, weil ich es schon kann, sondern einfach weil ich es "mache".


Das "Machen" verlangt Disziplin. Oder Trotz. "Ich "mache" es trotzdem!"

Nicht im Sinne von Härte, sondern im Sinne von Verlässlichkeit, mir selber gegenüber.

Ich starte.

Ich mache weiter.

Auch ohne Garantie.


Vielleicht zahlt es sich später aus.

Vielleicht auch nicht.

Vielleicht wird das Ziel erreicht.

Vielleicht entsteht ein anderes.


Aber etwas wächst auf jeden Fall:

Mein Durchhaltevermögen.

Mein Vertrauen in den eigenen Umgang mit Unsicherheit.

Die Fähigkeit, nicht sofort auszusteigen, wenn Zweifel auftauchen.


Selbstzweifel sind Gedanken.

Ich bin nicht meine Gedanken.


Ich habe Zweifel – und das macht mich nicht unfähig.

Es macht mich aufmerksam und reflektiert.

Bereit, Konsequenzen zu bedenken.


Und trotzdem weiterzugehen.


Wer wartet, bis Zweifel verschwunden sind, wird nie beginnen.

Wer lernt, mit ihnen zu handeln, sammelt Erfahrung.


Nicht alles, was wir tun, führt zum Ziel.

Aber alles, was wir tun, formt unsere Haltung.


Und diese Haltung entscheidet langfristig darüber,

wer wir sind.

 
 
 

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